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Skifahren und Einkehrschwung

„Zwei Spuren im Schnee führ’n herab aus steiler Höh‘ …“ – idyllische Bilder sind es, die der Text dieses in die Jahre gekommenen Schlagers vor unserem inneren Auge erscheinen lässt. Doch mittlerweile hat der Verkehr auf den Straßen sowie auf den Skipisten beträchtlich zugenommen und ebenso die Gefahren, die diese Entwicklung mit sich bringt. Während die Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss schon vom Gesetzgeber her in die Schranken verwiesen worden ist, sind der „Einkehrschwung“ und „Après Ski“ nicht nur erlaubt, sondern gelten sogar als schick. Ganz nach dem Motto: Was ein rechter Skifahrer ist, der hat auch mit Promille alles im Griff?! Doch nicht selten nimmt die Pistengaudi ein abruptes Ende in der Klinik, unter anderem, weil Alkohol im Spiel war.

Es hat sich viel getan, seit den Zeiten, da Menschen, die sich mit eleganten Schwüngen auf zwei Brettern talwärts bewegen wollten, diese mittels Muskelkraft auf ihrem Rücken hinauftransportieren mussten – ein mühsamer, zeitraubender Aufstieg ging der krönenden Abfahrt voraus. Ohne eine gute Kondition (Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination) kam man/frau erst gar nicht in die Situation, sich der Herausforderung und dem Genuss der Abfahrt zu stellen. Außerdem war Bewirtung unterwegs eher eine Ausnahme – für die Verpflegung musste man schon selber sorgen. Essen und trinken konnte man genau so viel, wie man mitgeführt hatte.

Längst ist das Ski- und Snowboard-Fahren zur Freizeitbeschäftigung der Massen geworden, es herrscht ein wahrer „Abwärts-Trend“. Wer will, kann ab morgens um 9 Uhr mit dem ersten Lift das Tal verlassen, um bis nach Einbruch der Dunkelheit (am besten, nachdem der Pistenbully alles wieder glattgebügelt hat) dem weiß-kalten Vergnügen zu frönen. Jeder ist jetzt in der Lage, den Berg zu „erklimmen“ – und runter kommen schließlich alle. Da nun deutlich mehr als zwei Spuren herab aus steiler Höh‘ führen, muss man halt ein bisschen aufpassen, dass man sich nicht gegenseitig in die Quere kommt. Überhaupt keine Sorgen mehr machen muss man sich um die Verköstigung. Wo Skilifte sind, da gibt‘s auch Hütten. Jagertee und Pulverschnee gehören für viele Schneesportler zusammen, obwohl gerade heute, wo so viele Menschen die Pisten bevölkern (deren körperliche Fitness hoffentlich nicht nur dafür ausreicht, um mit dem Schlepplift oder der Gondel hinauf, sondern auch dafür, mittels Ski oder Snowboard wieder herunter zu kommen, ohne andere oder sich selbst dabei zu gefährden) bei der Abfahrt die volle Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit benötigt wird. Ausdauer und Koordination werden – das ist eine medizinisch gesicherte Erkenntnis – umso stärker beeinträchtigt, je intensiver man den „Schnapserln“, dem Glühwein, dem Grog etc. zugesprochen hat. Die Reaktionszeit verlängert sich und dabei können doch Sekunden entscheiden zwischen Stürzen und Nicht-Stürzen, Kollidieren und Nicht-Kollidieren, zwischen Knochenbruch und Bänderriss oder Unversehrtheit.

Erstaunlich gut hält sich die Mär, dass alkoholische Getränke zum Aufwärmen taugen. Das Gegenteil ist der Fall: Weil Promille für eine Erweiterung der Blutgefäße sorgen, gibt der Körper mehr Wärme ab und die Gefahr einer Unterkühlung nimmt zu.

Eine andere Wirkung wird dem feucht-fröhlichen Einkehrschwung allerdings zurecht zugeschrieben: Das „Zielwasser“ macht zwar keine müden Männer munter, aber es macht tatsächlich mutig. Wer die Schneebar mit viel Mühe und unter äußerster Anstrengung, womöglich mittels Pflugbogen, erreicht hat, der kann nach dem einen oder anderen „Stamperl“ schon auf die Idee kommen, dass er doch eigentlich jetzt ein relativ routinierter „Skihase“ ist, der locker-lässig und ruck-zuck die letzte Fahrt nach Einbruch der Dunkelheit bewältigen kann. Da kann man nur hoffen, dass es nicht die allerletzte wird.

Doch auch wirklich routinierte Ski- und Snowboard-Liebhaber sollten sich nichts vormachen: Ohne Promille fährt sich’s definitiv besser und sicherer. Man muss sich bewusst sein, dass Alkohol nach einem langen Wintersport-Tag Übermüdung und Entkräftung, welche die letzten Abfahrten zu den gefährlichsten werden lassen, noch verstärkt.

Also: Besser nicht den Skipass maximal ausnutzen, sondern nur so lange fahren, wie man, nüchtern betrachtet, dazu in der Lage ist. Und den Schnaps oder das Bier kann man sich gönnen, nachdem man sicher wieder unten gelandet ist. Krachen lassen kann man’s auch noch an der Talstation, wo sich so manche bescheidene Hütte zum Disco-Stadl ausgewachsen hat.

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